Minijobs werden ab 2027 deutlich teuerer
Minijobs werden ab 2027 deutlich teurer
Für Arbeitgeber könnte sich die Beschäftigung von Minijobbern ab 2027 spürbar verteuern. Gleichzeitig soll die Verdienstgrenze steigen.
Wer einen Minijobber beschäftigt, muss sich ab 2027 auf höhere Kosten einstellen. Nach den derzeit geplanten Änderungen soll die monatliche Verdienstgrenze von bislang 603 auf 633 Euro steigen. Gleichzeitig werden die Abgaben für Arbeitgeber deutlich angehoben.
Besonders ins Gewicht fällt die geplante Erhöhung der Sozialabgaben. Sie sollen von derzeit 31,17 Prozent auf 42,27 Prozent steigen.
Grund dafür ist unter anderem ein deutlich höherer Beitrag zur Krankenversicherung. Der Beitragssatz für Minijobs soll von 13 auf 17,5 Prozent steigen. Zusätzlich ist ein Beitrag zur Pflegeversicherung in Höhe von 3,6 Prozent vorgesehen. Diese Regelung ist allerdings noch nicht beschlossen.
Auch bei der Steuer ist eine Änderung geplant: Der bisherige Pauschalsteuersatz von 2 Prozent soll auf 5 Prozent steigen.
Für Arbeitgeber kann sich die Änderung deutlich bemerkbar machen. Bei einem monatlichen Verdienst von beispielsweise 633 Euro würden sich die zusätzlichen Abgaben nach den derzeitigen Plänen von bisher 197,32 Euro auf 267,59 Euro erhöhen.
Damit würde ein Minijob den Arbeitgeber monatlich rund 70 Euro mehr kosten als bisher.
Für die Beschäftigten selbst soll sich am ausgezahlten Nettolohn zunächst nichts ändern. Sowohl die Pauschalsteuer als auch der Krankenversicherungsbeitrag werden vom Arbeitgeber getragen.
Eine Ausnahme bildet der freiwillige Eigenanteil zur Rentenversicherung. Dieser wird weiterhin direkt vom Verdienst des Minijobbers abgezogen.
Wichtig für Privathaushalte: Die geplante Erhöhung des Krankenversicherungsbeitrags gilt nicht für Minijobs in Privathaushalten.
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